Das Schloss Stadthagen wurde 1535 im Stil der italienischen Renaissance errichtet. An der Vollendung arbeiteten viele Künstler wie z. B. der flämische Bildhauer Arend Robyn, der nach Vorlagen von Marten van Heemskerck und Hans Vredemann de Vries herausragende Beispiele des niederländischen Manierismus schuf.
Zusammen mit dem Rathaus, der Lateinschule und des, nach Plänen des Italieners Giovanni Maria Nosseni, errichteten Mausoleums bildet das Schloss ein Ensemble früher Renaissancekunst im Weserraum.
Der Bildband zeichnet ein spannungsreiches Bild der renaissancezeitlichen Residenz und rekonstruiert die ursprüngliche Gestalt des Schlosses. Die stimmungsvollen Bilder der Fotografin Jutta Brüdern setzen das Gebäude und die Kunstschätze gekonnt in Szene. So gibt das Buch einen tiefen Einblick in die Baugeschichte des Schlosses.
Aus dem Inhalt
- Von der mittelalterlichen Burg zum Renaissanceschloss
- Spuren am Bauwerk – die Raumaufteilung im 16. Jahrhundert
- Großer Saal und Tafelzeremoniell: der Ablauf, die Ausstattung, Inventarverzeichnisse
- Prunkkamine als Zeichen repräsentativer Kunst
- Das bewegte Leben Graf Adolfs XIII. als Schaumburger Landesherr, Kurfürst und Erzbischof von Köln
Die Autoren
Dr. Heiner Borggrefe ist wissenschaftlicher Kurator und stellvertretender Museumsdirektor am Weserrenaissance-Museum Schloss Brake, wo er international beachtete Sonderausstellungen initiiert. Er ist Autor zahlreicher Bücher und Beiträge zur Kunst und Kultur der Renaissance sowie Mitherausgeber mehrerer wissenschaftlicher Schriftenreihen.
Guido von Büren ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Stadtgeschichtlichen Museum Jülich. Er ist Autor vieler Beiträge zur Architektur und zum Festungsbau der Renaissance nördlich der Alpen sowie Mitglied im Vorstand der Wartburg-Gesellschaft zur Erforschung von Burgen und Schlössern.